Montag, 21. August 2017
Und wieder einmal kann ich nicht
Es ist Montag und eine neue Woche hat angefangen. Eine neue Woche, in welcher ich wieder dasselbe mache wie die Woche zuvor. Und die Woche davor... Und die Woche davor... Aber etwas ist anders. Heute bleibe ich zu Hause. Und verschwinde in meine eigene Welt. Konsequenzen? Gibt es für mich nicht. Habe ich keinerlei Gefühl für. Keine Angst vor oder sonst etwas. Ich brauche Abstand. Von der Routine. Den Leuten. Der Verantwortung, den Pflichten... Dem ganzen Kram, welcher im Endeffekt auch nur 'Zeitvertreib' ist. Zeitvertreib bis zur Rente. Und bis dahin soll man zusehen, dass man diese ganze Life-Work-Balance gefälligst so hinbekommt, dass man für die Arbeit funktioniert. Denn nur das zählt. Zu Funktionieren in dem System. Alles andere ist nebensächlich. Weil das macht man halt so. Das wird nicht hinterfragt.

Dass ich verhaltensauffällig bin, ist den anderen schon im Kindergarten aufgefallen. Mit fünf habe ich schon anders gedacht und mich von den anderen zurückgezogen. Zum einen, weil sie langweilig waren, zum anderen weil sie mich auch nicht verstanden haben. Das galt gleichermaßen für die Kinder sowohl, als auch für die Erzieherinnen. Und es gilt bis heute. Meine Art anders zu denken, Dinge zu hinterfragen, nicht alles sofort anzunehmen etc. stößt oft auf Unverständnis. Dabei bin ich noch nicht einmal einfach nur 'kontra'! Wenn Dinge Sinn machen, dann bin ich da absolut dabei. Aber vieles ist einfach nur unlogisch. Und da tue ich mich schwer mit.
Kein Wunder, dass so viele Menschen Alkohol trinken oder Rauchen, um sich zu berauschen. Wie anders kann man das alles ja auch nicht aushalten.

Ich habe immer so Zeiten, da funktioniere ich, wie die anderen es möchten und erwarten. Und irgendwann wird mir das alles zu viel und ich bekomme dadurch Stress, was mein Immunsystem runterfahren lässt und schwupp werde ich krank. Hatte vor kurzem erst eine Mandelentzündung. Drei Wochen lag ich flach. Dabei habe ich davor knapp zwei Monate funktioniert. Aber eine Life-Work-Balance gibt es für mich nicht, weil ich die meiste Zeit auf Arbeit verbringe. Und es wird alles so hingeschoben und alles dafür getan, dass das auch immer im Vordergrund steht. Weil Arbeit scheint das Leben zu sein. Wieso freuen sich so viele Leute dann so sehr auf das Wochenende?! Oder auf den Urlaub?! Wer will denn solch ein Leben haben? Doch wohl nur die Leute, die keine Hobbies haben... Ich habe viele Hobbies und viel zu wenig Zeit, denen nachzugehen, was mich unglücklich macht. Aber der Tag hat auch nur 24 Stunden. Eine Freundin meint immer, dass mein Tag 48 Stunden haben müsste, mindestens. Und sie hat definitiv recht damit.

Dieses Balancing ermüdet mich. Ich habe das Gefühl, dass durch die geringe Zeit, welche mir bleibt am Ende des Tages, meine Hobbies eher 'abgefrühstückt' werden und ihren eigentlich Sinn und Zweck verlieren. Und ich gehe ihnen einfach nur nach, weil ich sonst gar keine Zeit dafür hätte. Aber wirklich genießen kann ich es nicht, mit dem Hintergedanken, dass ich dann und dann noch essen muss und dann auch schon gleich ins Bett, damit ich ready bin für den nächsten Tag. Unter Schlafmangel leide ich schon lange. Auch habe ich einen sehr ungünstigen Schlafrhythmus. Ich schlafe nachts zwei bis drei Stunden und dann nachmittags bzw. abends, wenn ich nach Hause komme nochmal zwei bis drei Stunden.

… und deswegen bleibe ich heute home. Mir ist auch überhaupt gar nicht nach rausgehen. Ich will niemanden sehen, hören, mit niemandem reden. Einfach nur mal wieder allein sein. Nur für mich! Und in meiner eigenen kleinen, schönen Welt.
Ich habe das Gefühl, dass ich öfters eine Auszeit brauche, als andere. Der Gedanke kann manchmal auch zermürbend sein. Wer hat schon Verständnis für so etwas? Es gibt einen Grund dafür, warum ich nicht funktioniere... Bzw. eine Erklärung. Immerhin zieht sich das schon mein ganzes Leben hin. Und es hat auch einen Namen. Menschen nennen es Asperger. Ich nenne es einen Fluch... Mein engster Freundeskreis weiß davon. Die anderen halten mich einfach für weird. Aber das ist mir egal. Habe so schon genug mit mir und meinen Defiziten zu tun. Da kann ich mich schwerlich noch um deren Meinung kümmern. Zudem interessiert sie mich auch nicht wirklich. Wobei mich ja schon interessiert, wieso Menschen denken, was sie denken und wie es dazu kam, dass sie diese und jene Ansichten für sich als richtig und stimmig entschieden und verinnerlicht haben.

Ich habe schon immer am besten alleine funktioniert... Ungestört von anderen...
Ich habe schon so viel versucht, um dazuzugehören, aber es klappt einfach nicht. Ich werde immer wieder aufs Neue aus der Bahn geworfen... … …

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Samstag, 15. Juli 2017
Gemieden werden
Ich bin vor kurzem einer Spielegruppe beigetreten.
Ich wollte meinen Bekanntenkreis optimieren, erneuern und einfach mal neue Einflüsse erleben. Sind ganz nette Leute dabei. Bin jetzt nicht mit denen best friends oder so, aber wir unternehmen hin und wieder auch mal etwas gemeinsam außerhalb des Spielens. Ich bin nun mal auch ein Mensch und als solcher ein Herdentier. Ob ich will oder nicht. Alleine ist es mir natürlich immer lieber, aber auf die Dauer alleine ist auch nicht das Wahre.

Ich weiß, dass ich nicht der einfachste Mensch bin, dass ich Leuten oft mit meiner Offenheit und Ehrlichkeit vor den Kopf stoße, sie vielleicht auch bloßstelle, ohne dass das meine Intention ist und direkt sage, was ich denke. Zudem bin ich sehr analytisch und denke logisch. Ich weiß auch, dass nicht jeder Mensch damit umgehen kann. Das ist okay. Ich akzeptiere das natürlich und kann es auch echt nachvollziehen. Zumindest gedanklich.

Jetzt ist da eine Mitspielerin, die mir aus dem Weg geht. Sie meidet meine Gegenwart aktiv. Ein Beispiel: Wir hatten uns zu einem Treffen zusammengefunden und wollten bisschen durch die Stadt bummeln etc. Da habe ich mit einer der Mädels ein etwas tiefgehenderes Gespräch geführt über Selbstbewusstsein und Minderwertigkeit und wie Traditionen viele unserer Gedanken bestimmen und die meisten Menschen nichts hinterfragen, sondern alles hinnehmen und dass ich dies nur schwerlich nachvollziehen kann. Und besagte, mich meidende Frau, schaut mich an und geht einfach weg. Sie ist quasi ans andere Ende der Gruppe gegangen und hat mich nur mit großen Augen angeschaut. Ich habe natürlich so getan, als ob mir das nicht aufgefallen sei, weil ich ihr nicht das Gefühl geben wollte, dass ich das mitbekomen habe. Ich will niemandem zu nahe treten und irgendwie habe ich da wohl einen wunden Punkt bei ihr getroffen. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass das schon öfter vorgekommen ist. Ich bin mir manchmal so unsicher, was ich sagen sollte oder darf oder lieber nicht, dass ich einfach komplett die Klappe halte. So ruhig sein entspricht gar nicht meiner Natur, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es manchmal besser ist, weil ich bisher auch schon die Erfahrung gemacht habe, dass Menschen sich deswegen von mir abwenden.

Ich führe sehr gerne tiefgehendere Konversationen. Ich strenge gerne meinen Kopf an, denke gerne nach, lerne sehr gerne Neues dazu, mache gerne meine Erfahrungen. Da bleibt nicht aus, dass ich ausschweifender, vielleicht auch abstrakter denke und rede als andere. Ich möchte ihr auch gar nicht das Gefühl geben, ich hätte sie durchschaut oder sonst etwas. Ich kann auch nachvollziehen, dass sie sich so verhält.
Dennoch fühlt sich das für mich komisch an. Weil sie halt immer, wenn ich etwas sage, weggeht. Und wie bereits erwähnt, ist mir das nicht erst einmal passiert. Und nicht nur mit ihr.

Ich fühle mich manchmal wie ein Alien unter den Menschen. Nicht wirklich dazugehörig, so sehr ich es auch versuche. Aber irgendwie werde ich aufgrund meiner Art ausgegrenzt. bzw. wenn ich merke, dass andere auf bestimmte Weise auf mich reagieren, dann ziehe ich mich von alleine meist schon zurück. Ich werde lieber für schüchtern und ruhig gehalten, als gemieden zu werden.

Was sagt das über meine Authentizität in bestimmten Situationen aus? Sie ist nicht da. Sie kann nicht da sein. Ich kann nicht immer sein, wie ich will und bin. Ich bin jedoch sehr gut darin, in diverse Rollen zu schlüpfen. Es fällt auch niemandem auf, dass ich das nur spiele, weil ich verdammt überzeugend sein kann. Da bin ich weiß Gott nicht stolz drauf. Denn wenn ich eine Rolle spiele, werde ich anders wahrgenommen und da die Rollen meist angepasst sind, werde ich eher akzeptiert von den anderen, was ein ganz schlimmes Gefühl in mir wachrüttelt. Nämlich das, dass ich meist nur akzeptiert werde, wenn ich bin, wie die anderen meinen, dass ich sein soll bzw. wie die anderen wollen. Das widerstrebt mir total!

Aber man kann ja nicht alles haben... ... ...

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Samstag, 8. April 2017
Gefühle
Ein nahezu unscheinbarer Gedanke schleicht sich bei mir ein. Ganz weit irgendwo hinten im Gehirn lokalisiert. Noch nicht ganz bewusst, aber ansatzweise zeigt er sich.

Dieses Gefühl, wenn man eine alte Beziehung loslässt. Komplett. Und es sich gut anfühlt. Nicht, dass die Beziehung scheiße war. Aber sie war aufgrund der Unterschiedlichkeit beider Parteien einfach hin und wieder sehr anstrengend. Aus dem gleichen Grund jedoch auch wunderschön und vielschichtig. Ich fühle mich reifer als vorher, meine Gedankenmuster haben sich verändert und ich gehe mit einem erleichterten Gefühl aus dieser Verbindung heraus. Ist das merkwürdig?

Wie oft hört man von Paaren, die im Streit auseinander gegangen sind, sich danach nicht mehr mochten, sich gegeneinander aufgehetzt haben... Irgendwie kann ich das nicht nachvollziehen. Selbst, wenn man betrogen wird, sollte solch eine Reaktion nicht sein. Und sein wir mal ehrlich, man merkt, wenn der Partner anders ist bzw. wird. Wenn man das nicht merkt, dann ist man im wahrsten Sinne des Wortes selber schuld.

Im Grunde sind die eigenen Gedanken dazu ausschlaggebend. Natürlich ist so ein Bruch emotional aufwühlend und schade, aber der kommt ja nicht von heute auf morgen. So etwas entwickelt sich. Wie man sich verliebt und liebt, so kann man sich auch über Zeit entlieben. Solche Dinge passieren eben. Sich in niederschmetternden Gefühlen zu verlieren, ist in einer solchen Situation das Schlimmste, das man machen kann. Wieso machen Menschen so etwas? Weil sie sich mit dem Partner und der Beziehung identifiziert haben. Weil sie als Einzelperson nicht funktionieren. Und zu einem Großteil ist es auch Gewohnheit.

Aber der Selbstwert braucht nicht zu fallen, weil eine Beziehung nicht funktioniert hat. Weil der Partner keine Gefühle mehr aufbringen kann. Und man selbst auch nicht mehr. Es fühlt sich ein bisschen nach einer Parabel an. Langsam ging es aufwärts, Verliebtsein war da, dann kam die große Liebe und diese konnte einige Zeit lang aufrecht erhalten werden. Bis zu dem Punkt, an dem es halt nicht mehr ging und sich die Gefühle verändert haben. Und aus dem heißen füreinander brennen wurden tiefgehende freundschaftliche Gefühle, eine sehr tiefe Vertrautheit. Aber keine Leidenschaft mehr. Die Flamme ist erloschen. Und letzten Endes waren es die Unterschiede in wichtigen Bereichen der Lebensgestaltung, die nicht mehr zu tragen waren.

Aber es ist okay. Und dieses Gefühl verwirrt mich etwas. Es fühlt sich an, als wäre mir eine Last abgefallen. Die Last der Gewohnheit. Die Routine. Die Trägheit. Und es fühlt sich nach einem neuen Anfang an. Und keine Einengung mehr, keine lästigen Verpflichtungen, Freiheit, noch mehr als in der Beziehung sowieso schon war und was mich am meisten wundert: Motivation. Aktivität. Wie kann das sein? Dass ich anders auf andere Menschen zugehe jetzt, als zuvor?! Wobei ich grundsätzlich eher ein Misanthrop bin und Menschen so gut es geht meide.

Ich hatte schon überlegt, ob es mit Einsamkeit zu tun hat, aber das ist es gar nicht. Ich würde eher sagen, dass ich mit dieser Person so beschäftigt war, dass ich einfach keine Nerven für andere noch hatte. Wie kann es sein, dass jemand so einen festen Platz im Leben eines anderen einnimmt, dass dieser für andere Menschen schon nicht mehr empfänglich ist? Es hat mir natürlich auch gereicht. Ich brauche nicht viele Leute um mich herum. Aber ein paar halt schon.

Vielleicht kommen auch noch ganz andere Dinge zusätzlich hinzu. Überarbeitung, keine Life-Work-Balance, Burn-Out...

Aber jetzt ist alles gut. :-)

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Freitag, 27. Januar 2017
Mal was anderes... ;-)
https://youtu.be/_zNYKvs-KQc?list=PLYxlmoUThA9FXy3MrDS2FnXCuoNr8KrGt

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Sonntag, 18. Dezember 2016
Allein sein
Ich bin gerne allein.
Und dabei meine ich nicht einsam. Sondern allein. Nur für mich. Keine anderen Leute um mich herum. Ich kann tun und lassen, was ich will. Es richtet sich nur nach mir und meinen Bedürfnissen.
Manchmal frage ich mich, ob ich der einzige Mensch auf dieser Welt bin, der viel zurückstecken muss im alltäglichen Leben in dieser Gesellschaft.
Wie kann es sein, dass Andere so machen wie sie machen und glücklich dabei sind?! Wieso geht das bei mir nicht?! Wieso kann ich nicht 'funktionieren' und alles ist super?!
Ich habe es oft versucht, doch immer wieder ist etwas in mir, dass fast schon 'schreit', dass ich so nicht machen soll, wie mir vorgegeben wird und bevor ich zusammenbreche, gebe ich lieber nach.

Ich habe schon oft darüber nachgedacht, warum andere Menschen mich so nerven. Meist liegt es daran, weil sie nicht nachdenken, nicht selbstständig denken, entsprechend langweilig sind, nichts zu erzählen haben, weil in ihrem Kopf scheinbar nichts vorzugehen scheint und so weiter und so weiter. Wen interessiert schon was Frau P. gestern angehabt hat und dass ihr Hintern darin viel zu groß wirkt?! Ey, echt jetzt?! Frage mich ja sowieso, wer diese Leute meinen zu sein, dass sie sich so über andere zu äußern wagen...
Und deswegen bin ich gerne allein. Dann muss ich mir so etwas nicht anhören. Dinge, die ich nicht wissen will. Dinge, mit denen andere mir (und eigentlich jedem) ihr Inneres preisgeben, einen Teil ihres Charakters zeigen und ich muss sagen, dass das weiß Gott keine schönen Eigenschaften sind. Aber so sind sie, die Menschen. Meine Umgebung ist voll davon. Und wieder bin ich gerne allein. Da habe ich Ruhe, muss mich keinem Gerede und auch keinen Lügen aussetzen, keiner Heuchelei, keinem affigen Smalltalk, der mir eh nichts bringt.

Und all der Negativität, die ich erfahre. Sei es auf Arbeit, im Freundeskreis, in der Familie, in der Nachbarschaft... Alles ist nur schlecht. Alle nörgeln nur herum. Und das nervt. Das nervt tierisch. So sehr, dass ich allein sein will. Denn auch, wenn ich bestimmt nicht viel Glück im Leben hatte bisher, finde ich es gar nicht so schlecht. Ich habe eigentlich Spaß, habe Hobbies, kann mich beschäftigen, habe viele Interessen etc. Es gibt so viel zu erleben, zu erkunden, die Welt ist so groß, so voller Geheimnisse und Wunder. Und noch mehr das Weltall. Ich liebe es. Das ist spannend! Das interessiert mich. Dinge, die nicht auf den ersten Blick sichtbar sind. Gerade auch beim Menschen. Aber was die mir zeigen durch ihr Verhalten und ihre Art ist dann weniger erquickend.

Ich war heute im Fitnessstudio. Und es war super. Ich hatte tierisch Spaß. Sport macht mir Spaß. Ich muss mich bewegen, sonst fühle ich mich unwohl. Dann habe ich mir etwas Leckeres gekocht, jetzt sortiere ich meine Gedanken und gleich geht es noch raus eine Runde Fahrrad fahren. Danach ein Buch in die Hand und lesen und zum Abschluss des Tages ein bisschen zocken. Und das alles ganz ohne andere. Nur ich für mich. Und es ist toll! Es macht mich glücklich und fühlt sich entspannt und frei an.

Eine andere Umgebung zu finden, um dem Ganzen ein Ende zu setzen, ist gar nicht so einfach. Ich habe schon so oft die Umgebung gewechselt. Und trotzdem habe ich immer wieder das Gefühl, dass sich nichts ändert. Schade. Denn es liegt nicht an mir. Ich bin ein sehr fröhlicher, optimistischer und humorvoller Mensch. Ich mag mich und hänge gerne mit mir ab. Nur nicht mit anderen. Denn die beweisen keinen Humor, wenn sie sich über andere lustig machen, wenn sie andere nieder machen und sich als etwas Besseres darstellen wollen. Optimistisch sind sie auch nicht, wenn alles nur schlechtgeredet wird und kein Gespräch ohne eine Beschwerde zustande kommt. Fröhlich kann man nicht sein, wenn man voller negativer Emotionen ist. Das macht die ganze Sache noch schlimmer.

Nur leider kann man sich nicht komplett vor anderen drücken. Ich lebe ja in einem sozialen Gefüge. Bin auf andere angewiesen, sei es durch Arbeit wegen des Gehaltes oder dadurch, dass ich Nahrungsmittel und Klamotten benötige, welche von anderen hergestellt werden. Komplett autonom funktioniere ich nicht. Und eigentlich möchte ich das auch gar nicht. Eigentlich interessiere ich mich sehr für das, was andere bewegt, wie sie denken und wieso. Aber nur allzu oft erfahre ich, dass hinter dem Schein des Äußeren nichts weiter verborgen liegt. Und das turnt mich dann doch tatsächlich ab.

Ergo, einfach wieder zurückziehen und interessante, spaßige Dinge unternehmen... :-)

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